GEZ-Schulden: Mit dem Rundfunkbeitrag im Rückstand

GEZ-Schulden entstehen, wenn der Rundfunkbeitrag nicht gezahlt wird.
GEZ-Schulden entstehen, wenn der Rundfunkbeitrag nicht gezahlt wird.
Wer in einer schwierigen finanziellen Situation ist und bei verschiedenen Gläubigern Schulden hat, wird in der Regel auch Probleme haben, die Rundfunkbeiträge zu bezahlen. Die Folge hiervon wird umgangssprachlich als GEZ-Schulden bezeichnet.

Wer die Zahlungsaufforderungen ignoriert und hofft, dass die GEZ-Schulden verjähren, muss mit Konsequenzen rechnen, die bis zur Kontopfändung reichen können.

Welche Folgen Rückstände bei den Rundfunkbeiträgen haben können und was Betroffene machen können, erfahren Sie im Folgenden.

GEZ-Schulden kurz zusammengefasst

  1. GEZ-Schulden treten auf, wenn eine Person mit der Zahlung der Rundfunkbeiträge in Rückstand gerät.
  2. Die Forderungen des Beitragsservice sollten nicht auf die leichte Schulter genommen werden: Es kann zu Pfändungen kommen.
  3. Schuldner sollten den Beitragsservice kontaktieren und sich um eine Lösung (Stundung, Ratenzahlung etc.) bemühen.

Was sind GEZ-Schulden?

GEZ-Schulden nicht zu bezahlen kann zu einer Kontopfändung führen.
GEZ-Schulden nicht zu bezahlen kann zu einer Kontopfändung führen.
Der Rundfunkbeitrag, umgangssprachlich immer noch GEZ-Gebühren genannt, beträgt monatlich 17,50 Euro pro Haushalt. Die Beitragspflicht gilt unabhängig davon, ob tatsächlich das Angebot der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten genutzt wird.

Werden die Beiträge nicht gezahlt, gerät die betreffende Person in Zahlungsrückstand. Sie hat dann sozusagen GEZ-Schulden. Da eine Beitragspflicht besteht, können solche Schulden zu Konsequenzen führen.

Da der Beitrag pro Haushalt zu entrichten ist, wird bei zusammenlebenden Personen, etwa im Falle einer Wohngemeinschaft, nur ein Beitrag für die ganze Wohnung fällig.

Was passiert bei GEZ-Schulden?

Wer seine GEZ-Schulden nicht zahlen kann, etwa aufgrund einer Überschuldung, muss damit rechnen, dass er mit Konsequenzen konfrontiert wird. Sollte der Beitragszahler mit den Zahlungen in Rückstand geraten, so erhält er zunächst einen Festsetzungsbescheid. In diesem werden die fälligen Schulden bei der GEZ sowie die Säumniszuschläge festgesetzt. Gegen den Bescheid kann innerhalb eines Monats Widerspruch eingelegt werden.

Läuft die Widerspruchsfrist ab, wird der Bescheid zu einem vollstreckbaren Titel. Das heißt, dass der Rundfunkbeitrag und die zusätzlich entstehenden Kosten nun auf der Grundlage des Bescheids durch eine Vollstreckung eingetrieben werden können. Eine solche geschieht normalerweise in der Form einer Pfändung von Geld oder Lohn.

Wenn im Vorfeld der Pfändung die Vermögensauskunft abgegeben wird, können die GEZ-Schulden zu einem Schufa-Eintrag führen.

Ein Insolvenzverfahren entbindet nicht von der Beitragspflicht. Sofern Sie keine Befreiung oder Ermäßigung beantragt haben, müssen Sie trotz Insolvenz weiterhin die laufenden Beiträge zahlen. Entstehen GEZ-Schulden während einer Privatinsolvenz, müssen sie bezahlt werden, da sie nicht zur Insolvenzmasse gehören.

Was kann ich bei GEZ-Schulden machen?

Unter Umständen können Sie GEZ-Schulden in Raten zahlen.
Unter Umständen können Sie GEZ-Schulden in Raten zahlen.
Wenn Beitragsrückstände vorliegen, sollten Schuldner den Beitragsservice so früh wie möglich kontaktieren – möglichst vor einer Vollstreckung. Zum Zwecke des Schuldenabbaus kann auf diese Weise für die GEZ-Schulden beispielsweise eine Ratenzahlung vereinbart werden. Neben der so durchgeführten Zahlung der offenen Forderungen müssen aber zugleich die laufenden Rundfunkbeiträge zu ihrer Fälligkeit beglichen werden.

Wenn Sie Ihre GEZ-Schulden nicht in Raten zahlen können, weil Ihnen im Moment die finanziellen Mittel hierzu fehlen, kann unter Umständen auch eine Stundung vereinbart werden. Wird eine solche gewährt, können Sie die ausstehenden Beiträge zu einem späteren Zeitpunkt zahlen. Jedoch kann durch die Stundung nur ein Aufschub von höchstens zwei Jahren erfolgen.

In einigen Fällen kann es sich lohnen, zu prüfen, ob möglicherweise eine Ermäßigung oder eine Befreiung vom Rundfunkbeitrag in Frage kommt. Anspruch haben zum Beispiel Empfänger von Sozialleistungen wie Hartz IV oder auch blinde und gehörlose Menschen.

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