Nach der Privatinsolvenz ein Haus kaufen – Bekommen Sie einen Kredit?

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Kann ich nach der Privatinsolvenz ein Haus kaufen?
Kann ich nach der Privatinsolvenz ein Haus kaufen?

Viele Menschen in Deutschland haben finanzielle Probleme und können Rechnungen, Kreditraten & Co nicht mehr bezahlen. In solchen Situationen häufen sich dann immer mehr Schulden an und der Berg wächst noch durch Mahngebühren und Verzugszinsen. Häufig stellt die Privatinsolvenz dann einen Weg aus der Notlage dar.

Dieses gerichtliche Schuldenbereinigungsverfahren dauert meist etwas mehr als sechs Jahre und endet, wenn keine Gründe dagegen sprechen, mit der Restschuldbefreiung. Wurde das Verfahren endlich abgeschlossen, ist der ehemalige Schuldner von einer großen Last befreit.

Doch wie verhält es sich, wenn er sich nach sechs entbehrungsreichen Jahren wieder etwas leisten möchte. Ist es möglich, direkt nach der Privatinsolvenz ein Haus zu kaufen? Oder steht dem noch etwas im Wege?

Hauskauf nach der Privatinsolvenz kurz zusammengefasst

  1. Möchten Sie nach der Privatinsolvenz ein Haus kaufen und müssen dafür einen Kredit aufnehmen, stehen die Chancen innerhalb der ersten drei Jahre eher schlecht.
  2. Der Grund dafür: Die SCHUFA löscht die Daten über die Restschuldbefreiung erst nach drei Jahren. Bis dahin bleibt die Bonität meist eher schlecht.
  3. Es gibt aber durchaus Kreditgeber, welche eine Finanzierung trotz schlechter SCHUFA-Auskunft anbieten. Achten Sie hier darauf, dass Sie einen seriösen Anbieter auswählen.

Das langersehnte Ziel: Endlich die Restschuldbefreiung erreichen

Nach der Privatinsolvenz ein Haus kaufen: Die SCHUFA macht Ihnen oft einen Strich durch die Rechnung.
Nach der Privatinsolvenz ein Haus kaufen: Die SCHUFA macht Ihnen oft einen Strich durch die Rechnung.

Während der bis zu sechsjährigen Wohlverhaltensphase der Privatinsolvenz muss der Insolvenzschuldner den pfändbaren Teil seines Einkommens an den Insolvenzverwalter abgeben. Auch ein Erbe muss in diesem Zeitraum zur Hälfte abgetreten werden. Während der privaten Insolvenz bleibt dem Schuldner also kaum genug Geld übrig, um große Sprünge zu machen.

Umso mehr wird die Erteilung der Restschuldbefreiung herbei ersehnt. Endlich kann der ehemalige Insolvenzschuldner wieder über sein vollständiges Einkommen verfügen. Viele möchten dies nutzen, um Investitionen, die in der Vergangenheit nicht möglich waren, zu tätigen. Kann man etwa nach einer Privatinsolvenz endlich ein Haus kaufen?

Nach der Privatinsolvenz einen Kredit für ein Haus beantragen: Probleme durch die SCHUFA-Auskunft

Möchten Sie nach der Privatinsolvenz ein Haus kaufen, ist davon auszugehen, dass Sie dafür einen Kredit benötigen. Der Großteil der Ersparnisse wurde nämlich im Zuge des Insolvenzverfahrens verwertet. Hier liegt nun das große Problem: Fragen Sie einen Kredit bei der Bank nach, wird diese zunächst Ihre Bonität – auch Kreditwürdigkeit genannt – überprüfen.

Die Bank möchte nämlich wissen, ob Sie auch dazu in der Lage sind, den Kredit für den Hauskauf zurückzuzahlen. Um die Bonität zu prüfen, greift der Kreditgeber unter anderem auf Informationen von Wirtschaftsauskunfteien wie der SCHUFA zurück.

Die SCHUFA speichert unter anderem auch Daten über die Privatinsolvenz. Wurde die Restschuldbefreiung erteilt, bleibt dieser Eintrag noch drei Jahre bestehen und hat einen negativen Einfluss auf die Bonität des Antragstellers.

Wenn Sie nach erfolgreicher Privatinsolvenz ein Haus kaufen und dafür einen Kredit bei der Bank aufnehmen möchten, stehen aufgrund der negativen SCHUFA-Auskunft die Chancen innerhalb der ersten drei Jahre eher schlecht. Zwar gibt es Anbieter, welche Kredite ohne SCHUFA-Auskunft anbieten, diese sind aber häufig sehr teuer. Außerdem tummeln sich viele schwarze Schafe auf dem Markt. Mehr zum Thema „Kredit nach der Privatinsolvenz“ erfahren Sie in diesem Ratgeber.
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Mögliche Alternativen zum herkömmlichen Hauskredit nach der Privatinsolvenz

Direkt nach der Privatinsolvenz einen Kredit für ein Haus von der Bank zu bekommen, ist oft schwer.
Direkt nach der Privatinsolvenz einen Kredit für ein Haus von der Bank zu bekommen, ist oft schwer.

Ein Haus zu kaufen nach erfolgreicher Privatinsolvenz ist also oft leider nicht so einfach, wie es sich ehemalige Insolvenzschuldner vorstellen. Es gibt jedoch diverse Alternativen dazu, selbst einen Kredit für die Immobilienfinanzierung aufzunehmen.

Verfügt der Partner beispielsweise über eine gute Kreditwürdigkeit und ein regelmäßiges Einkommen, so kann die Finanzierung über seinen Namen laufen. Des Weiteren besteht die Möglichkeit, Verwandte oder Freunde nach einem privaten Kredit zu fragen.

Entscheiden Sie sich für einen solchen Privatkredit, um nach der Privatinsolvenz ein Haus zu kaufen, sollten Sie jedoch in jedem Fall einen entsprechenden Vertrag aufsetzen. So können sich beide Seiten ausreichend absichern.

Bildnachweise: fotolia.com/JenkoAtaman, istockphoto.com/Brezina

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