SCHUFA-Score: Wie gut ist Ihre Bonität?

Von Meike Z.

Letzte Aktualisierung am: 11. Oktober 2023

Geschätzte Lesezeit: 4 Minuten

SCHUFA-Score: Was ist gut, was schlecht?
SCHUFA-Score: Was ist gut, was schlecht?

Möchten Sie einen Kredit aufnehmen, eine Wohnung mieten oder etwas auf Rechnung zahlen, ist damit zu rechnen, dass sich Ihr Geschäftspartner zunächst darüber informieren möchte, wie es um Ihre Kreditwürdigkeit bestellt ist.

Banken, Versandhändler, Vermieter & Co. möchten sich nämlich – verständlicherweise – vor Zahlungsausfällen schützen. Bei der Bewertung der Kreditwürdigkeit spielt der SCHUFA-Score häufig eine wichtige Rolle. Im folgenden Ratgeber erfahren Sie mehr darüber.

Wichtiger Hinweis: Die SCHUFA hat ihre Speicherfrist für Einträge zur Restschuldbefreiung auf sechs Monate verkürzt, um Verbrauchern so mehr Klarheit und Sicherheit zu bieten (Stand: März 2023). Bisher betrug die Speicherdauer drei Jahre, was Verbrauchern, die ihre Privatinsolvenz erfolgreich beendet hatten, einen wirtschaftlichen Neubeginn deutlich erschwerte.

Der SCHUFA-Score kurz zusammengefasst

Wie hoch ist ein guter Schufa Score?

Ab einem Score von 95 wird von einer guten Bonität gesprochen.

Was ist ein normaler Schufa Score?

Der durchschnittliche SCHUFA-Score liegt bei 91. Dieser Tabelle können Sie entnehmen, welche Bedeutung welcher Wert hat.

Ist ein Score von 90 gut?

Bei einem Scorewert bei der SCHUFA von 90 wird das Risiko eines Zahlungsausfalls als zufriedenstellend bis erhöht bewertet.

Was ist ein schlechter Schufa-Score?

Liegt Ihr Score bei 90 oder darunter, so wird die Kreditwürdigkeit als schlecht bewertet.

SCHUFA-Score: Welche Bedeutung hat er?

Wie schnell erholt sich der SCHUFA-Score? Manche Einträge werden erst nach drei Jahren gelöscht.
Wie schnell erholt sich der SCHUFA-Score? Manche Einträge werden erst nach drei Jahren gelöscht.

In Deutschland gibt es mehrere sogenannte Wirtschaftsauskunfteien. Ihre Aufgabe besteht darin, Daten zum Zahlungsverhalten von Privatpersonen und Unternehmen zu speichern. Aus diesen Informationen kann die Auskunftei dann ermitteln, wie hoch das Risiko ist, dass es in der Zukunft zu einem Zahlungsausfall kommt.

Die wichtigste und bekannteste Wirtschaftsauskunftei Deutschlands ist wohl die SCHUFA. Sie ermittelt aus Informationen, die ihr von Unternehmen zur Verfügung gestellt werden und die sie aus öffentlichen Verzeichnissen bezieht, den sogenannten SCHUFA-Score.

Für Privatpersonen wird dieser auch Basisscore genannt. Er liegt zwischen 0 und 100. Je höher er ist, desto besser wird die Kreditwürdigkeit eingeschätzt. Der Score gibt an, wie hoch die geschätzte Wahrscheinlichkeit ist, dass ein Kredit vertragsgemäß abbezahlt wird. Wie der Score genau berechnet wird, veröffentlicht die SCHUFA übrigens nicht, damit keine Manipulationen möglich sind.

Die SCHUFA speichert unter anderem Informationen zu Girokonten, laufenden Krediten, Kreditanfragen, Kreditkarten, unbezahlten Raten, Privatinsolvenzen und titulierten Forderungen.

Welcher SCHUFA-Score ist gut?

Sie können den Schufascore online abfragen.
Sie können den Schufascore online abfragen.

Vor diesem Hintergrund mögen sich unsere Leser nun folgende Frage stellen: Was ist eigentlich ein guter SCHUFA-Score?

Grundsätzlich wird ab einem Wert von 95 Prozent von einer guten Bonität gesprochen. Hier besteht nur ein geringes bis überschaubares Risiko, dass es zu Zahlungsausfällen kommt.

Möchten Sie wissen, welche Bedeutung Ihr SCHUFA-Score hat? Folgende Tabelle zeigt, wie die verschiedenen Prozentsätze bewertet werden:

SCHUFA-ScoreRisiko eines Zahlungsausfalls
Über 97,5Sehr gering
95 bis 97,5Gering bis überschaubar
90 bis 95Zufriedenstellend bis erhöht
80 bis 90Deutlich erhöht bis hoch
50 bis 80Sehr hoch
Unter 50Sehr kritisch

Ab einem Wert von 95 handelt es sich um einen guten SCHUFA-Score. Der Durchschnitt in Deutschland liegt demgegenüber bei 91. Hierbei handelt es sich also um ein zufriedenstellendes bis erhöhtes Ausfallrisiko.

Wie können Sie den SCHUFA-Score einsehen?

Laut Artikel 15 der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) sind Wirtschaftsauskunfteien dazu verpflichtet, Verbrauchern Auskunft darüber zu erteilen, welche Informationen über sie gespeichert sind:

Die betroffene Person hat das Recht, von dem Verantwortlichen eine Bestätigung darüber zu verlangen, ob sie betreffende personenbezogene Daten verarbeitet werden; ist dies der Fall, so hat sie ein Recht auf Auskunft über diese personenbezogenen Daten […]

Möchten Sie Ihren SCHUFA-Score abfragen, ist dies kostenlos möglich. Sie müssen jedoch darauf achten, dass Sie die Datenkopie nach Art. 15 DSGVO anfordern. Sie finden auf der Homepage der Wirtschaftsauskunftei ein entsprechendes Online-Formular.

Sie müssen unter anderem Ihren Namen, Ihr Geburtsdatum und Ihre Adresse angeben. Zur eindeutigen Identifikation müssen Sie außerdem eine Kopie Ihres Personalausweises, des Reisepasses oder der Meldebestätigung hochladen.

Beachten Sie: Die kostenlose Datenkopie ist dafür vorgesehen, dass Sie sich darüber informieren können, welche Ihrer Daten bei der Wirtschaftsauskunftei gespeichert sind. Sie enthält keinen tagesaktuellen SCHUFA-Score-Wert. Des Weiteren ist sie nicht zur Weitergabe an andere Personen vorgesehen. Verlangt beispielsweise ein Vermieter eine entsprechende Auskunft und möchten Sie einen regulären Bonitätsnachweis anfordern, so ist dies mit Kosten verbunden.

Ist es möglich, den SCHUFA-Score zu verbessern?

Möchten Sie Ihren SCHUFA-Score verbessern, sollten Sie Rechnungen stets pünktlich bezahlen.
Möchten Sie Ihren SCHUFA-Score verbessern, sollten Sie Rechnungen stets pünktlich bezahlen.

Ein schlechter SCHUFA-Basisscore kann weitreichende Folgen haben: unter Umständen erhalten Sie nicht den gewünschten Kredit oder werden bei der Wohnungssuche von Vermietern abgewiesen. Es gibt jedoch Möglichkeiten, wie Sie Ihren Wert verbessern können.

Der wichtigste Tipp: Fordern Sie regelmäßig eine kostenlose Datenkopie an und kontrollieren Sie, welche Daten über Sie gespeichert sind. Nicht selten kommt es vor, dass fehlerhafte Informationen enthalten sind oder alte Einträge nicht fristgemäß gelöscht wurden. In diesen Fällen haben Sie das Recht auf Löschung der falschen Daten.

Um Ihren SCHUFA-Score zu verbessern, sollten Sie zusätzlich die folgenden Hinweise beachten:

  • Zu viele Girokonten und Kreditkarten können sich negativ auf den Bonitätsscore auswirken. Zusätzlich sollten Sie Ihre Konten nicht zu oft wechseln, sondern einer Bank treu bleiben.
  • Überziehen Sie nicht Ihren Dispokredit.
  • Ziehen Sie häufig um, kann sich das in einem schlechteren Basisscore bei der SCHUFA niederschlagen.
  • Zahlen Sie alle Rechnungen und Kreditraten pünktlich.
  • Wenn Sie planen, einen Kredit aufzunehmen, sollten Sie zunächst keine Kreditanfrage stellen. Setzen Sie vielmehr auf eine neutrale Konditionsanfrage. Letztere beeinflusst Ihren SCHUFA-Scorewert nicht.
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Meike Z.

Meike unterstützt das privatinsolvenz.net-Team seit 2016. Sie hat es sich zur Aufgabe gemacht, Themen, die das Insolvenz- und Zwangsvollstreckungsrecht betreffen, leicht verständlich aufzubereiten.

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